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Europäische Politik ohne geographische und kulturelle Grenzen

Published: Jun 01, 2007 - 07:52 PM

   Staatsminister Gloser schloss seine Rede mit einem Appell an die nachfolgende EU-Ratspräsidentschaft, die Initiative "Euro-Mediterranes-Jugendparlament" fortzusetzen, um den Visionen dieser Jugendlichen auch für die Zukunft eine Plattform zu bieten. Damit könnten auch im Jahr 2008, dem Europäischen Jahr des kulturellen Dialogs, erneut zahlreiche junge Multiplikatoren für den euromediterranen Dialog ausgebildet werden, junge Menschen, die die Zukunft im Mittelmeer demnächst bestimmen werden.


Vielfalt, Dialog und Solidarität: Das erste Euro-Mediterrane Jugendparlament tagte in Berlin

"Gegenseitiges Zuhören und gegenseitige Neugierde sind die Grundvoraussetzung für gemeinsame Einsichten und Einfälle", sagte der Staatsminister für Europa, Günter Gloser, bei der feierlichen Eröffnung des ersten Euro-Mediterranen Jugendparlaments in Berlin. Dort, im Berliner Abgeordnetenhaus, kamen heute (01.06.) 100 Jugendliche im Alter zwischen 18 und 25 zusammen. Den Vorsitz führten vier politikbegeisterte Jugendliche aus Ägypten, Syrien, Griechenland und Zypern. Unter dem Motto "Vielfalt, Dialog und Solidarität" tagten die Jugendlichen aus den 27 Mitgliedsländern der Europäischen Union gemeinsam mit gleichaltrigen Repräsentanten aus 11 mediterranen Partnerstaaten des Barcelona Prozesses zu aktuellen gesellschaftlichen Themen. Neben den drei Amtssprachen der Europäischen Union, deutsch, französisch und englisch, wurde in der parlamentarischen Vollversammlung auch arabisch gesprochen und übersetzt.

Schon zu Beginn der Plenartagung nannten die geladenen Eröffnungsredner, zu denen neben Staatsminister Gloser unter anderem auch die Präsidentin des Griechischen Parlaments, Frau Anna Benaki, die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Frau Luisa Morgantinti sowie der Präsident des Industrieausschusses des Ägytischen Parlaments, Mohammed Aboul-Enin, gehörten, den Nahostkonflikt und das Problem der illegalen Migrationsströme in die Europäische Union als wichtige Herausforderungen der Zukunft. Die "Lösung des Nahostkonfliktes", so Benaki, sei der "Schlüssel für Frieden und Stabilität in der Region". Aboul-Enin bezeichnete die Lage im Mittelmeerraum als "dramatisch und schmerzlich". Insbesondere die Jugend sei gefordert, die Zukunft der Euromed-Region aktiv mitzugestalten. Die Jugendlichen griffen diese Themen in ihrer Debatte auf. Zudem diskutierten sie über Probleme ihrer Länder bei der Korruptionsbekämpfung, über Kultur- und Bildungsfragen sowie über Energiesicherheit.

Das Pilotprojekt der Deutschen EU-Ratspräsidentschaft wurde von den Teilnehmern während mehrtägiger Ausschusssitzungen in Alexandria und Berlin vorbereitet. Am Ende stehen Resolutionen, die nach parlamentarischem Verfahren am morgigen Tag (02.06.) verabschiedet werden.

Das Jugendparlament wurde vom Auswärtigen Amt mit Unterstützung der Europäischen Kommission und in Zusammenarbeit mit dem Goethe Institut, der Heinz-Schwarzkopf-Stiftung (Europäisches Jugendparlament), der Anna-Lindh-Stiftung, dem Europäischen Jugendforum und der Euromediterranen Jugendplattform veranstaltet.

EU-Ratspräsidentschaft www.eu2007.de. 



 

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